Katzenminze & Co. – die Vermenschlichungsfalle

kätts Chefkatze Felina demonstriert die Katzenminzereaktion in einem Bett aus Matatabi-Blättern
kätts Chefkatze Felina demonstriert die Katzenminzereaktion in einem Bett aus getrockneten Matatabi-Blättern

Worüber meine Artgenossen und ich uns regelmäßig aufregen können, sind Dosenöffner, die meinen, ihre Katzen vor den Genüssen von Katzenkräutern wie Katzenminze, Matatabi (Silver Vine) und Baldrian bewahren zu müssen. Sie vergleichen die Wirkung von Katzenkräutern gerne mit einem LSD- oder Cannabis-Trip und finden es unverantwortlich, Katzen „unter Drogen“ zu setzen.

Natürlich meinen die Dosenöffner es bloß gut mit ihren Katzen – leider jedoch zum Nachteil ihrer Katzen. Denn sie beurteilen die Wirkung von Katzenkräutern anhand ihres menschlichen Empfindungs- und Vorstellungsvermögens statt auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse.

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Toxoplasmose – Bastets Strafe für bequeme Dosenöffner

Ein dreckiges Katzenklo - paradiesische Zustände für Toxoplasma gondii
Ein schmutziges Katzenklo – paradiesische Zustände für den possierlichen Einzeller Toxoplasma gondii

Anlässlich einer gerade veröffentlichten Studie des Robert Koch-Instituts zur Verbreitung von Toxoplasmose in Deutschland sind wir Katzen einmal mehr unfreiwillig ins Zentrum menschlicher Aufmerksamkeit katapultiert worden. Denn wer Toxoplasmose sagt, fühlt sich genötigt, auch Katze zu sagen.

Ich gebe zu, ganz unberechtigt ist dies nicht, da wir Katzen als Endwirt des Toxoplasmose-Erregers Toxoplasma gondii die einzigen Lebewesen sind, die Oozysten, ein ei-artiges Entwicklungsstadium des Erregers, mit dem Kot ausscheiden können.

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Aus Liebe zur Katze – warum Hirn manchmal besser ist als Herz

kätts Chefkatze Felina spielt gelangweilte Katze
Katze – geliebt, aber gelangweilt (Szene nachgestellt)

Man kann es in unzähligen Katzenratgebern lesen: Entwickelt die Katze ein unerwünschtes aufmerksamkeitsheischendes Verhalten, muss der Dosenöffner seine Katze ignorieren, bis sie damit aufgehört hat. Andernfalls wird sie dieses Verhalten immer und immer wieder einsetzen, um den Dosenöffner zu ihren Gunsten zu manipulieren.

Eine schöne, einfache und tatsächlich wirksame Regel. Daher wird sie auch so gerne bei allen sich bietenden Gelegenheiten zitiert und angewendet. Und mir als Katze klappen dabei regelmäßig die Ohren nach hinten. Denn was diese Regel zuverlässig löst, ist das Problem des Dosenöffners, nicht jedoch das der Katze.

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Katzen, Kamelle und Kostüme

kätts Chefkatze Felina im Kamellerausch
kätts Chefkatze Felina fordert für alle Katzen: „Kamelle“ statt Kostüme!

Während Menschen sich derzeit in die ausgefallensten Verkleidungen hüllen, werden viele Katzen von ihren Dosenöffnern auch außerhalb der fünften Jahreszeit in Kostüme gezwängt.

Ob man dies niedlich oder geschmacklos findet, muss jeder für sich selbst entscheiden – wobei wir Katzen bis heute nicht verstehen, warum manche Menschen sich mit dem Fell flauschiger Tiere schmücken, während andere Menschen ihre flauschigen Tiere mit Kostümen im Stil von Menschenkleidung „schmücken“.

Was ich im Namen meiner kostümierten Artgenossen jedoch anmerken möchte ist, dass wir Katzen Kostüme GANZ UND GAR NICHT schätzen!

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Für die Wissenschaft: Katzen, lasst euch in die Näpfe schauen!

kätts Chefkatze Felina lässt sich in den Futternapf schauen
Auch kätts Chefkatze Felina hat ihre Ernährungsgewohnheiten bereits der Wissenschaft zur Verfügung gestellt

Die Ernährung der Katze – ein Thema, um das sich mittlerweile fast mehr Mythen als Erkenntnisse ranken.

Industrielles Nass- oder Trockenfutter, selber kochen oder barfen – praktisch alle heutzutage praktizierten Fütterungsmethoden werden von den einen als das einzig Gesunde, von den anderen als Tod auf Raten klassifiziert.

Jetzt haben alle Dosenöffner Gelegenheit, selbst ein wenig Licht in das Dunkel der Ernährungsmythen zu bringen, indem sie der Wissenschaft – auf Wunsch ganz anonym – die Ernährungsgewohnheiten ihrer Katzen mitteilen. Das Ausfüllen des entsprechenden Online-Fragebogens dauert nur wenige Minuten – versprochen!

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