Anziehungskraft auf Katzen:

Die Katzenminze ist das wohl bekannteste Katzenkraut. Es wird geschätzt, dass 50 bis 80 Prozent der Katzen darauf reagieren (genaue Zahlen hat bislang niemand ermittelt). Das cat attractant der Katzenminze ist Nepalacton. Es befindet sich in allen oberirdischen Teilen der Pflanze, vor allem jedoch in den Blättern und Knospen.

So reagieren Katzen auf Katzeminze:

Fünf Beispiele aus dem WorldWideWeb, die zeigen, wie Katzen auf Katzenminze reagieren:

Hauskatze im Katzenminzekübel – Video 1
Hauskatze im Katzenminzebeet – Video 2
Hauskatze mit Katzenminze im Topf – Video 3
Hauskatze im Katzenminzebeet – Video 4
Hauskatze mit Katzenminzekraut – Video 5

Pflanzenkunde Katzenminze:

Katzenminze ist eine bis zu einem Meter hohe Staude aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Ihre kleinen weißen Blüten sind zartrosa bis blasslila gesprenkelt. Ursprünglich in Südeuropa, Nordafrika und Westasien beheimatet, hat sie sich seit Mitte des 18. Jahrhunderts mit Hilfe des Menschen auch in Zentraleuropa, Nordamerika und Australien angesiedelt.

Andere katzenwirksame Sorten der Katzenminze:

Ebenfalls wirksam sind die Katzenminzearten Nepeta x faassenii (blau blühend, bis zu 60 cm hoch – eine Hybrid-Katzenminze aus Nepeta racemosa und Nepeta nepetella) und Nepeta mussinii bzw. racemosa (violett blühend, bis zu 30 cm hoch, ursprünglich beheimatet im Kaukasus und Nordiran).

Nutzung durch den Menschen:

Die Blätter und Blütenknospen der Katzenminze wurden jahrhundertelang als Heilmittel genutzt. Heutzutage spielt Katzenminze jedoch kaum noch eine Rolle in der Naturheilkunde.

Katzenminze im Katzengarten:

Katzenminze ist auch in Deutschland winterhart und liebt die Sonne, daher gedeiht es an warmen, sonnigen Standorten am besten.

Katzenminze lässt sich aus Samen ziehen oder als Pflanze kaufen und vermehrt sich durch Selbstaussaat. Größere Pflanzen lassen sich auch gut teilen.

Ein englisches Sprichwort sagt dazu: „If you set it, the cats will eat it. If you sow it, cats won’t know it.“ Im übertragenen Sinn: „Wird sie gesetzt, wird sie von Katzen zerfetzt. Wird sie gesät, wird sie von ihnen verschmäht.“ Grund dafür ist, dass die für die Katzen attraktiven ätherischen Öle der Pflanze erst freigesetzt werden, wenn Pflanzenteile beschädigt werden. Dies lässt sich beim Einpflanzen meist nicht vermeiden.

ACHTUNG beim Kauf von Katzenpflanzen:

Die meisten zum Kauf angebotenen Pflanzen sind mit Insekten-, Unkraut- oder Pilzvernichtungsmitteln, Kunstdüngern oder anderen für Katzen schädlichen Substanzen behandelt und selbst Saatgut ist oft chemisch gebeizt. Achten Sie daher unbedingt darauf, Ihren Katzen nur unbehandelte Pflanzen anzubieten, am besten in Bio-Qualität!